Tauchen

Tauchen in der Türkei: wie der erste Tauchgang abläuft, was zum Tauchtag gehört, wer mitmachen kann und was Taucher mit Tauchschein erwartet

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Über Tauchen

Tauchen in der Türkei steht auch absoluten Anfängern offen. An einem typischen Tauchtag im Urlaub werden Sie an Bord eingewiesen und vorbereitet und machen dann zwei kurze, flache Tauchgänge mit einem Tauchlehrer direkt an Ihrer Seite; Taucher mit Tauchschein fahren auf demselben Boot mit und tauchen in einer eigenen Gruppe. Dieser Ratgeber erklärt, was Tauchen ist, wo die Tauchtouren von Maxtoria stattfinden, wie ein Tauchtag meist abläuft, was ein erster Tauchgang mit sich bringt und wie Sie unter Wasser sicher bleiben.

Jede Tour legt ihr eigenes Programm, ihr Mindestalter und ihre Regeln zum Schwimmen fest. Verstehen Sie die Angaben hier daher als Orientierung, und lesen Sie vor der Buchung die Tourseite.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Erfahrung: für einen Schnuppertauchgang nicht nötig; die Einweisung erfolgt, bevor Sie ins Wasser gehen

  • Tiefe für Anfänger: gering – der türkische Unterwassersportverband begrenzt Tauchgänge für Personen ohne Tauchschein auf fünf Meter

  • Tauchgänge: meist zwei an einem Tag, jeweils recht kurz, dazwischen eine Pause mit Mittagessen an Bord

  • Wer tauchen darf: das landesweite Mindestalter liegt bei 12 Jahren; Touren, die ein Mindestalter angeben, setzen es auf 12 oder 14 Jahre fest

  • Meist inklusive: Hoteltransfer, Tauchlehrer, Tauchausrüstung und Mittagessen

  • Stornierung: bei jeder Maxtoria-Tour kostenlos bis 24 Stunden vor Beginn

Was ist Tauchen – und was unterscheidet es vom Schnorcheln?

Gemeint ist hier das Gerätetauchen, im Englischen „Scuba“ – kurz für self-contained underwater breathing apparatus. Sie tragen Ihre Atemluft in einer Flasche auf dem Rücken und atmen sie über einen Atemregler, der den hohen Flaschendruck so weit reduziert, dass Sie ganz normal aus dem Mundstück atmen können. So bleiben Sie unter der Oberfläche – auf Augenhöhe mit den Fischen, statt von oben auf sie hinabzuschauen.

Tauchen, Schnorcheln und Schwimmen sind drei verschiedene Aktivitäten, und ein Tauchtag kann alle drei umfassen:

  • Tauchen: Sie sind ganz unter Wasser und atmen aus der Flasche. Zum Schnuppertauchen brauchen Sie einen Tauchlehrer, ansonsten einen Tauchkurs mit Tauchschein.

  • Schnorcheln: Sie treiben mit Maske, Schnorchel und Flossen bäuchlings an der Oberfläche und können nur so lange abtauchen, wie Sie die Luft anhalten können.

  • Schwimmen: ganz ohne Atemgerät. Bei den meisten Tauchtagen bleibt Zeit, vom Boot aus zu schwimmen.

Ein Schnuppertauchgang – auch Anfängertauchgang oder einfach erster Tauchgang genannt – ist eine betreute Einführung; einen Tauchschein erhalten Sie dadurch nicht.

Wo kann man in der Türkei tauchen?

Die Türkei hat lange Küsten am Mittelmeer und an der Ägäis, und die Tauchtouren von Maxtoria starten in Side, Antalya, Alanya, Kemer und Marmaris. Unter Wasser prägen Felsriffe, Felsformationen und stellenweise Seegraswiesen aus Neptungras (Posidonia) die Küste. Korallenriffe gibt es in diesem Teil des Mittelmeers nicht; erwarten Sie stattdessen im Sommer meist ruhige See, häufig gute Sicht und Rifffische, die oft nah herankommen.

Side. Side liegt am Mittelmeer östlich von Antalya; auf den Touren ab Side wird an den Felsriffen dieses Küstenabschnitts getaucht. Ein besonderer Tauchplatz ist das Unterwassermuseum von Side, das erste Unterwassermuseum der Türkei, 2015 etwa 1,5 Seemeilen vor Side eröffnet. Seine mehr als 100 Skulpturen sind moderne, eigens für diesen Ort geschaffene Werke, keine antiken Ruinen: Figuren aus der türkischen Geschichte und Mythologie. Die wichtigsten Skulpturengruppen liegen in Tiefen für Taucher mit Tauchschein; Anfänger, die dort tauchen, bleiben daher mit ihrem Tauchlehrer im flachen Bereich. Die Angebote finden Sie unter Tauchtouren ab Side.

Antalya und Kemer. Kemer, südwestlich von Antalya, ist ein etablierter Tauchort mit vielen Tauchschulen. Die Touren fahren von der Marina von Kemer zu geschützten Buchten wie der Aquarium-Bucht (Aquarium Bay), die oft für erste Tauchgänge genutzt wird, und der Höhlenbucht (Cave Bay), einer felsigen Bucht mit Überhängen (Anfänger tauchen nicht in die Höhlen). Wenn Sie im Raum Antalya wohnen, werden Sie bei den Touren ab Antalya am Hotel abgeholt und in rund einer Stunde nach Kemer gebracht; getaucht wird dort, nicht vor der Stadt Antalya. Vergleichen Sie die Tauchtouren ab Antalya und die Tauchtouren in Kemer.

Alanya. Weiter östlich legen die Alanya-Touren von Häfen an der Küste von Alanya ab, etwa in Okurcalar westlich der Stadt; eine ab Side angebotene Tour bringt ihre Gäste zum Tauchen ebenfalls dorthin. Eine Übersicht bieten die Tauchtouren in Alanya.

Marmaris. An der Südwestküste, wo Ägäis und Mittelmeer aufeinandertreffen, bietet Maxtoria außerdem einen ganztägigen Tauchausflug mit Abholung am Hotel in Marmaris und İçmeler an.

So läuft ein Tauchtag ab

Die Tauchtouren von Maxtoria folgen einem ähnlichen Ablauf; Reihenfolge, Zeiten und Tauchplätze unterscheiden sich aber von Tour zu Tour und können sich am Tag selbst je nach Seegang ändern:

  1. Abholung am Hotel – die meisten Touren holen Sie vor der angegebenen Startzeit an Hotels in ihrer Region ab

  2. Hafen oder Marina – Sie gehen an Bord des Tauchboots, manchmal nach einer Fahrt von rund einer Stunde

  3. Einweisung und Ausrüstung – die Tauchlehrer erklären das Material und den Tauchplan

  4. Erster Tauchgang – ein flacher Tauchgang mit Ihrem Tauchlehrer direkt an Ihrer Seite

  5. Oberflächenpause und Mittagessen – Erholung an Deck, die Pause, die Ihr Körper zwischen zwei Tauchgängen braucht; dazu wird an Bord das Mittagessen serviert

  6. Zweiter Tauchgang – an einem anderen Tauchplatz

  7. Baden und Freizeit – bei den meisten Touren bleibt Zeit, vom Boot aus zu schwimmen oder an Deck zu entspannen

  8. Rückfahrt und Rücktransfer – zurück zum Hafen, dann mit dem Transfer zu Ihrem Hotel

Ein Beispiel: Die Tauchtour ab Side von Maxtoria dauert von 09:30 bis 16:00 Uhr ab dem Hafen von Side. Der erste Tauchgang dauert etwa 20 Minuten und führt in rund fünf Metern Tiefe über ein flaches Felsriff. Nach einer Oberflächenpause von etwa 70 Minuten und einem warmen Mittagessen folgt der zweite Tauchgang von etwa 20 Minuten im Bereich des Unterwassermuseums von Side, danach bleiben etwa 75 Minuten zum Baden und für Freizeit. Geführt wird diese Tour auf Englisch und Türkisch. Andere Touren beginnen zu anderen Zeiten, und auch die Sprachen der Guides unterscheiden sich – prüfen Sie daher die Tourseite.

Schnuppertauchen: Ihr erster Tauchgang ohne Tauchschein

Beim ersten Tauchgang kommt es weniger auf Mut an als auf Ruhe, und Tauchschein oder Vorerfahrung brauchen Sie nicht.

Einweisung und Ausrüstung

Vor dem ersten Tauchgang erklären die Tauchlehrer die Ausrüstung und den Tauchplan. Anfängern werden meist auch ein paar Handzeichen für unter Wasser gezeigt, etwa für „OK“, „Problem“, „Auftauchen“ und „Ohrenprobleme“. Eventuell werden Ihnen Fragen zu Ihrer Gesundheit gestellt, und in der Türkei unterschreiben Taucher eine Erklärung – auf Türkisch und in einer Sprache, die sie verstehen –, dass sie die Sicherheitsregeln kennen und die Risiken des Tauchens akzeptieren. Dann wird Ihnen die Ausrüstung angepasst – in der Regel Maske, Flossen, Tarierjacket und Blei, meist auch ein Neoprenanzug. Fragen Sie nach einer anderen Größe, wenn etwas drückt oder zu locker sitzt.

Die Grundlagen üben

Bevor es weiter nach unten geht, üben Anfänger in der Regel nahe der Oberfläche ein paar einfache Handgriffe: langsam über den Atemregler atmen, etwas Wasser aus der Maske ausblasen, den Atemregler wiederfinden und zurück in den Mund nehmen sowie den Druckausgleich machen – Nase zuhalten und sanft dagegen ausatmen. Die erste Minute fühlt sich vielleicht seltsam an. Dann legt sich das.

Unter Wasser mit Ihrem Tauchlehrer

Ihr Tauchlehrer bleibt dicht bei Ihnen, bestimmt Tempo und Richtung und hält die ganze Zeit Kontakt zu Ihnen; auf der Tour ab Side zum Beispiel betreut der Tauchlehrer jeden Anfänger eins zu eins. Geben Sie ein Zeichen, wenn sich etwas nicht richtig anfühlt – etwa wenn der Druckausgleich an einem Ohr nicht klappt, Wasser in die Maske läuft oder Sie einfach auftauchen möchten.

Wie tief geht es beim Schnuppertauchen?

Nicht tief. Der türkische Unterwassersportverband (TSSF) definiert einen Einführungstauchgang für Personen ohne Tauchschein als flachen Tauchgang bis höchstens fünf Meter Tiefe, bei dem Sie ein Tauchlehrer eins zu eins betreut. Das ist tief genug, um sich wirklich unter Wasser zu fühlen, und flach genug für viel Licht und Farbe. Auf der Tour ab Side zum Beispiel führt der erste Tauchgang in rund fünf Metern Tiefe über ein flaches Felsriff.

Tauchen mit Tauchschein

Haben Sie bereits einen Tauchschein (auch Brevet genannt), nehmen viele dieser Touren auch Sie mit. In der Regel fahren Sie auf demselben Boot und werden in eine eigene Gruppe eingeteilt, sobald der Tauchplan steht; auf der Tour ab Side zum Beispiel lassen sich tiefere und längere Tauchgänge am Tag selbst mit dem Tauchguide vereinbaren. Nennen Sie bei der Buchung Ihre Ausbildungsstufe und wann Sie zuletzt getaucht sind.

Bringen Sie Ihren Tauchschein mit und, falls Sie eines führen, Ihr Logbuch; manche Touren wollen den Tauchschein sehen, bevor Sie entsprechend Ihrer Ausbildungsstufe tauchen dürfen. Liegt Ihr letzter Tauchgang sechs Monate oder länger zurück, empfehlen Tauchverbände wie PADI einen Auffrischungstauchgang – sagen Sie es also, bevor Sie ins Wasser gehen.

In der Türkei tauchen Gäste mit Tauchschein unter Aufsicht eines Tauchguides des Anbieters, nicht auf eigene Faust; allein zu tauchen ist nicht erlaubt. Die Tiefengrenzen richten sich nach Ihrer Ausbildung: Nach den Standards der Tauchverbände ist ein Open Water Diver für Tauchgänge bis 18 Meter ausgebildet, ein Advanced Open Water Diver bis 30 Meter (Grenzen für Erwachsene; für Junior-Tauchscheine können geringere Tiefen gelten). Im Unterwassermuseum von Side liegen die Skulpturengruppen nach Angaben türkischer Nachrichtenagenturen in etwa 11, 18 und 24 Metern Tiefe.

Tauchausrüstung erklärt: von der Maske bis zum Jacket

Ausrüstungsteil

Wozu es dient

Tauchmaske

Damit sehen Sie unter Wasser klar

Schnorchel

Damit atmen Sie an der Oberfläche, ohne den Kopf aus dem Wasser zu heben

Neoprenanzug

Hält warm und schützt die Haut

Flossen

Damit kommen Sie mit langsamen, ruhigen Flossenschlägen voran

Tarierjacket (BCD)

Eine Weste, die Sie mit Luft füllen oder entleeren, um an der Oberfläche zu treiben, abzusinken oder im Wasser zu schweben; an ihr ist auch die Flasche befestigt

Atemregler

Reduziert den Flaschendruck, damit Sie über das Mundstück atmen können; ein zweiter Atemregler (der Oktopus, oft gelb) ist für Notfälle da

Tauchflasche

Enthält die Pressluft, die Sie atmen

Bleigewichte

Gleichen den Auftrieb von Körper und Neoprenanzug aus, damit Sie abtauchen können

Tauchcomputer oder Instrumentenkonsole

Zeigt Tiefe, Zeit und verbleibende Luft an; beim Schnuppertauchen behält Ihr Tauchlehrer diese Werte im Blick

Die Tauchausrüstung ist normalerweise inklusive und wird am Tag selbst ausgegeben, eigene Ausrüstung müssen Sie also nicht mitbringen; was genau enthalten ist, sehen Sie in den Leistungen der jeweiligen Tour.

Was ist meist im Preis enthalten – und was nicht?

Jede Tourseite führt ihre Leistungen auf; üblich ist Folgendes:

In der Regel inklusive

  • Abholung und Rücktransfer am Hotel innerhalb der Region der Tour

  • Zwei geführte Tauchgänge, meist an verschiedenen Tauchplätzen

  • Ein Tauchlehrer den ganzen Tag über

  • Tauchausrüstung, bei manchen Touren auch eine Rettungsweste

  • Mittagessen an Bord

  • Die Bootsfahrt selbst

In der Regel extra

  • Getränke an Bord

  • Fotos und Videos Ihrer Tauchgänge – Fotos können Sie oft auf Wunsch kaufen, nehmen Sie also etwas Bargeld mit

  • Persönliche Ausgaben und Trinkgelder

Versicherung: je nach Tour verschieden. Einige Touren führen eine Versicherung unter ihren Leistungen auf, andere nennen die private Reiseversicherung ausdrücklich als nicht inklusive. Prüfen Sie die Tourseite, und stellen Sie sicher, dass Ihre eigene Reiseversicherung Sporttauchen abdeckt.

Wie lange dauert ein Tauchtag?

Die meisten Tauchtouren von Maxtoria sind Ganztagesausflüge: Sie beginnen zwischen etwa 09:30 und 10:00 Uhr und enden am späten Nachmittag, dazu kommen die Hoteltransfers davor und danach; mindestens eine Tour in Kemer ist ein kürzerer Vormittagsausflug. Unter Wasser verbringen Sie nur einen kleinen Teil des Tages. Auf der Tour ab Side etwa kommen die beiden Tauchgänge zusammen auf rund 40 Minuten; der Rest entfällt auf Einweisung, Bootsfahrt, Oberflächenpause, Mittagessen und Zeit zum Baden.

Sicherheit und Gesundheit beim Tauchen

Als Anfänger können Sie sich weitgehend auf Ihren Tauchlehrer verlassen – diese Punkte sollten Sie aber kennen, bevor Sie an Bord gehen:

  • Hören Sie bei der Einweisung gut zu und sagen Sie dem Team, wenn sich an Ihrer Ausrüstung etwas nicht richtig anfühlt.

  • Bleiben Sie bei Ihrem Tauchlehrer und Ihrer Gruppe. In der Türkei taucht niemand allein.

  • Lernen Sie die Handzeichen und nutzen Sie sie, vor allem bei einem Problem oder bei Ohrenbeschwerden.

  • Machen Sie beim Abtauchen früh und regelmäßig den Druckausgleich. Schmerzt ein Ohr, tauchen Sie nicht weiter ab und geben Sie Ihrem Tauchlehrer ein Zeichen; er bringt Sie ein Stück nach oben, damit Sie es erneut versuchen können – erzwingen Sie den Druckausgleich nie.

  • Halten Sie nie die Luft an. Atmen Sie ruhig und gleichmäßig weiter und steigen Sie langsam auf, so wie Ihr Tauchlehrer es vorgibt.

  • Verzichten Sie vor dem Tauchen auf Alkohol, und tauchen Sie nicht, wenn Sie sich unwohl fühlen.

  • Bleiben Sie im Rahmen Ihrer Ausbildung; ein Schnuppertauchgang ersetzt keinen Tauchschein.

Gesundheit und Medikamente. Informieren Sie das Tauchteam vor der Buchung über Vorerkrankungen oder Medikamente; mehrere Touren, darunter die Tour ab Side, verlangen das. Tauchanbieter verwenden einen standardisierten medizinischen Fragebogen für Taucher, und ein „Ja“ bei bestimmten Fragen bedeutet meist, dass Sie vor dem Tauchen eine ärztliche Freigabe brauchen. Fragen Sie im Zweifel einen Arzt, am besten einen Arzt mit Erfahrung in der Tauchmedizin. Der Standardfragebogen rät vom Tauchen in der Schwangerschaft ab, und die Touren dieser Kategorie, die eine Schwangerschaft erwähnen, weisen darauf hin, dass Tauchen dann nicht geeignet ist.

Fliegen nach dem Tauchen. Das Divers Alert Network (DAN) empfiehlt, nach einem einzelnen Tauchgang mindestens 12 Stunden zu warten und nach mehreren Tauchgängen an einem Tag oder an aufeinanderfolgenden Tagen mindestens 18 Stunden – und ein Tag mit zwei Tauchgängen zählt als mehrere Tauchgänge. Einige Tourseiten raten zu einer längeren Wartezeit; ist die Empfehlung einer Tour strenger, halten Sie sich daran. Legen Sie Ihren Tauchtag nicht direkt vor den Rückflug.

Regeln vor Ort. Die Türkei schützt ihr Kulturerbe unter Wasser streng. Es ist verboten, am Meeresgrund etwas zu berühren, zu bewegen oder heraufzuholen – ob historisch oder natürlich; in ausgewiesenen Schutzzonen ist Sporttauchen außer an genehmigten Tauchplätzen untersagt, und Speerfischen mit Tauchgerät ist verboten. Wenn Sie unsicher sind, ob etwas erlaubt ist, fragen Sie Ihren Tauchlehrer.

Was Sie unter Wasser sehen können

An den Felsriffen der türkischen Mittelmeerküste sehen Sie vielleicht Schwärme von Meerbrassen und Gelbstriemen, Lippfische und kleine Mönchsfische, mit etwas Glück auch einen Kraken, eine Sepia oder eine Muräne in einer Felsspalte. Auch Zackenbarsche, Barrakudas und Stechrochen sind an der Küste von Antalya nachgewiesen, und Unechte Karettschildkröten begegnen Tauchern im Sommer gelegentlich. Garantiert ist nichts: Was Sie sehen, hängt vom Tauchplatz, von der Jahreszeit und vom Tag ab.

Zwei Neuankömmlinge sollten Sie erkennen können. Rotfeuerfische, eine invasive Art mit giftigen Stacheln, haben den Golf von Antalya erreicht. Der Hasenkopf-Kugelfisch, eine große invasive Kugelfischart, ist beim Verzehr giftig und kann beißen. Anschauen ja, anfassen nein – das gilt für beide.

Verantwortungsvoll tauchen

  • Nichts anfassen: Das Leben am Riff ist empfindlich, und manche Bewohner stechen oder beißen.

  • Nichts mitnehmen: Muscheln, Steine und alles Historische bleiben, wo sie sind.

  • Halten Sie mit den Flossen Abstand zum Grund und zu Seegraswiesen, in denen Jungfische Schutz finden.

  • Füttern Sie weder Fische noch andere Tiere, es sei denn, das Tauchteam erlaubt es ausdrücklich; das Füttern verändert ihr natürliches Verhalten.

  • Lassen Sie Schildkröten und anderen großen Tieren genug Platz, und verfolgen oder berühren Sie sie nie.

  • Verstauen Sie Schläuche und Konsole eng am Körper, damit nichts über das Riff schleift.

  • Verlassen Sie jeden Tauchplatz genau so, wie Sie ihn vorgefunden haben.

Tauchtour buchen: so geht’s

Wählen Sie eine Tour aus der Liste auf dieser Seite, suchen Sie ein Datum aus und geben Sie Ihre Gruppe an; die Abholzeit wird nach der Buchung bestätigt. Die meisten Touren können Sie bis fünf Stunden vor Beginn buchen. Je nach Tour bezahlen Sie online per Karte oder – wenn Sie in Ihrem Konto angemeldet sind – am Tag der Tour. Jede Tour lässt sich bis 24 Stunden vor Beginn kostenlos stornieren. Prüfen Sie vor der Buchung auf der Tourseite das Mindestalter, die Anforderungen ans Schwimmen und die enthaltenen Leistungen, und wenden Sie sich an den Maxtoria-Support, wenn etwas unklar ist.

Touren zu Tauchen

Touren und Aktivitäten in der Kategorie Tauchen von lizenzierten lokalen Anbietern.

Was Sie zum Tauchtag mitbringen sollten

  • Badekleidung – am besten schon unter der Kleidung tragen, das spart an Bord Zeit
  • Ein Handtuch und trockene Kleidung für die Rückfahrt
  • Sonnencreme, Sonnenbrille und Hut für die Stunden an Deck
  • Etwas Bargeld für Getränke und eventuelle Tauchfotos
  • Taucher mit Tauchschein: den Tauchschein und, falls vorhanden, das Logbuch
  • Medikamente, die Sie regelmäßig brauchen; informieren Sie das Tauchteam schon bei der Buchung darüber

Die Tauchausrüstung wird normalerweise gestellt, Maske oder Flossen müssen Sie also nicht einpacken. Frühstücken Sie vor der Abholung leicht. Wenn Sie leicht seekrank werden, sagen Sie das bei der Buchung und fragen Sie einen Arzt, bevor Sie ein Mittel gegen Reiseübelkeit nehmen – manche machen müde.

Beste Reisezeit zum Tauchen in der Türkei

Für einen ersten Tauchgang ist die Zeit von Juni bis Oktober an der Südküste am angenehmsten: Das Wasser ist dann meist wärmer als 23 °C, und im Sommer ist das Meer in der Regel ruhig. Die meisten Tauchboote an dieser Küste fahren etwa von April oder Mai bis Oktober oder November. Nach langjährigen Mittelwerten des staatlichen türkischen Wetterdienstes (MGM) ist das Mittelmeer an der Oberfläche im August mit rund 28 °C am wärmsten und im Februar mit etwa 16–17 °C am kühlsten. In der Tiefe ist es kühler, daher ist ein Neoprenanzug üblich.

Zwischen November und März ist die See deutlich häufiger rau, und die Tauchcrews können den Tauchplatz wechseln oder die Ausfahrt verschieben, wenn der Seegang das Tauchen zu unsicher macht. Für Termine im Winter prüfen Sie die Verfügbarkeit auf der Tourseite. Das Wetter an der Südküste Monat für Monat finden Sie in unserem Beitrag zur besten Reisezeit für Antalya.

Familien, Kinder und Nichttaucher

Der türkische Unterwassersportverband (TSSF) legt für jede Form des Gerätetauchens, auch für das Schnuppertauchen, ein Mindestalter von 12 Jahren fest. Die Touren bestimmen ihr eigenes Mindestalter: Wo eines angegeben ist, liegt es bei 12 oder 14 Jahren – prüfen Sie daher die Tourseite.

  • Für Taucher unter 18 Jahren muss ein Elternteil oder Erziehungsberechtigter die Erklärung unterschreiben.
  • Ob Nichttaucher mit aufs Boot dürfen, hängt von der Tour ab; auf der Tour ab Side zum Beispiel können jüngere Gäste den Tag mit ihrer Familie an Bord verbringen. Bleiben Sie im Wasser bei Ihren Kindern, und baden Sie nur dort, wo die Crew es angibt.
  • Die Anforderungen ans Schwimmen unterscheiden sich: Einige Touren geben an, dass auch Nichtschwimmer teilnehmen können, weil der Tauchlehrer eins zu eins betreut, andere setzen Grundkenntnisse im Schwimmen voraus. Sagen Sie dem Team vorher Bescheid, wenn Sie nicht schwimmen können.
  • Für einen Tag auf dem Wasser ohne Tauchen lesen Sie unseren Ratgeber zu Bootstouren in Side und Manavgat.

Häufig gestellte Fragen

Kann man in der Türkei als Anfänger tauchen?

Ja. Die Tauchtouren von Maxtoria stehen absoluten Anfängern offen, und viele nehmen auch Taucher mit Tauchschein mit. Vor dem ersten Tauchgang werden Sie eingewiesen, und unter Wasser bleibt ein Tauchlehrer dicht an Ihrer Seite – Vorerfahrung brauchen Sie also nicht.

Braucht man zum Tauchen einen Tauchschein?

Nein. Um als Anfänger mitzumachen, brauchen Sie weder einen Tauchschein noch vorherige Tauchgänge. Einen Tauchschein erhalten Sie durch den Schnuppertauchgang allerdings auch nicht: Er ist eine betreute Einführung, bei der Sie herausfinden, ob Ihnen später ein Tauchkurs Spaß machen würde. Einige Touren stellen eine Teilnahmebescheinigung aus – ein Andenken, keine Tauchqualifikation.

Wie tief taucht man beim Schnuppertauchen?

Nicht tief. Als landesweite Regel legt der türkische Unterwassersportverband (TSSF) fest: Ein Einführungstauchgang für Personen ohne Tauchschein ist ein flacher, eins zu eins betreuter Tauchgang bis höchstens fünf Meter Tiefe. Auf der Tour ab Side zum Beispiel führt der erste Tauchgang in rund fünf Metern Tiefe über ein flaches Felsriff.

Wie lange dauert eine Tauchtour?

Die meisten Touren sind Ganztagesausflüge vom Vormittag bis zum späten Nachmittag, dazu kommt der Hoteltransfer; mindestens eine Tour in Kemer ist allerdings ein kürzerer Vormittagsausflug. Die Zeit unter Wasser ist viel kürzer: Auf der Tour ab Side zum Beispiel sind es zwei Tauchgänge von je etwa 20 Minuten, dazwischen eine lange Pause mit Mittagessen an Deck.

Was ist in der Regel im Preis enthalten?

Bei den meisten Touren sind Abholung und Rücktransfer am Hotel, zwei geführte Tauchgänge, ein Tauchlehrer, die Tauchausrüstung und ein Mittagessen an Bord inklusive. Getränke, Tauchfotos und -videos, persönliche Ausgaben und Trinkgelder kosten meist extra. Bei der Versicherung gibt es Unterschiede: Manche Touren schließen sie ein, andere nicht – prüfen Sie also die Tourseite und Ihre eigene Reiseversicherung.

Wird die Tauchausrüstung gestellt?

Ja. Die Tauchausrüstung ist normalerweise inklusive und wird am Tag selbst ausgegeben, manche Touren stellen auch eine Rettungsweste. Eigene Maske, Flossen oder einen Neoprenanzug brauchen Sie also nicht; was genau enthalten ist, steht auf der Tourseite. Wenn Sie Ihre eigene Maske oder Ihren eigenen Tauchcomputer nutzen möchten, fragen Sie bei der Buchung beim Team nach.

Ab welchem Alter darf man in der Türkei tauchen?

Der türkische Unterwassersportverband (TSSF) legt das Mindestalter für jede Form des Gerätetauchens, auch für das Schnuppertauchen, auf 12 Jahre fest. Touren, die ein Mindestalter angeben, setzen es auf 12 oder 14 Jahre fest, und Taucher müssen gesund sein. Prüfen Sie die Tourseite; auf der Tour ab Side zum Beispiel müssen Taucher mindestens 14 Jahre alt sein, und jüngere Gäste können den Tag auf dem Boot verbringen.

Muss man schwimmen können, um zu tauchen?

Das hängt von der Tour ab. Einige Tourseiten geben an, dass auch Nichtschwimmer teilnehmen können, weil der Tauchlehrer unter Wasser eins zu eins betreut; andere setzen Grundkenntnisse im Schwimmen voraus. So oder so: Wer sich im Wasser wohlfühlt, hat deutlich mehr von den Tauchgängen – sagen Sie dem Team also vorher Bescheid, wenn Sie nicht schwimmen können.

Was sollte ich zum Tauchtag mitnehmen?

Badekleidung, Handtuch, trockene Kleidung, Sonnencreme, Sonnenbrille und Hut sowie etwas Bargeld für Getränke oder optionale Fotos. Taucher mit Tauchschein sollten ihren Tauchschein mitbringen und, falls sie eines führen, ihr Logbuch. Die Tauchausrüstung wird gestellt, einpacken müssen Sie davon also nichts.

Was passiert vor dem ersten Tauchgang?

Die Tauchlehrer erklären die Ausrüstung und den Tauchplan und weisen Sie ein, bevor jemand ins Wasser geht. Anfänger lernen meist auch ein paar Handzeichen und üben nahe der Oberfläche das Atmen über den Atemregler und den Druckausgleich in den Ohren. Eventuell werden Ihnen Fragen zu Ihrer Gesundheit gestellt, und in der Türkei unterschreiben Taucher eine Sicherheitserklärung.

Taucht ein Tauchlehrer mit mir – und was, wenn ich nervös bin?

Ja. Ihr Tauchlehrer bleibt dicht bei Ihnen, gibt das Tempo vor und hält die ganze Zeit Kontakt zu Ihnen. Nervosität vor dem ersten Tauchgang ist völlig normal. Sagen Sie es Ihrem Tauchlehrer, bevor Sie ins Wasser gehen, lassen Sie sich an der Oberfläche Zeit und geben Sie ein Zeichen, wann immer Sie anhalten oder auftauchen möchten.

Können Taucher mit Tauchschein an einer Tauchtour teilnehmen?

Ja, bei vielen Touren. Taucher mit Tauchschein fahren meist auf demselben Boot mit und werden in eine eigene Gruppe eingeteilt, sobald der Plan steht; tiefere oder längere Tauchgänge lassen sich im Rahmen Ihrer Ausbildung eventuell vereinbaren. Bringen Sie Ihren Tauchschein und, falls Sie eines führen, Ihr Logbuch mit; in der Türkei tauchen Gäste mit Tauchschein mit dem Tauchguide des Anbieters, nicht auf eigene Faust.

Gibt es Fotos oder Videos von meinem Tauchgang?

Fotos und Videos sind meist nicht im Preis enthalten, Fotos können Sie aber oft an Bord kaufen – nehmen Sie etwas Bargeld mit, wenn Sie welche möchten. Wenn Sie Ihre eigene Kamera mitnehmen wollen, fragen Sie vorher Ihren Tauchlehrer; beim ersten Tauchgang ist es meist einfacher, die Hände frei zu haben.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Die Tauchcrews wählen die Tauchplätze je nach Seegang aus und passen sie bei Bedarf an; ist das Meer für sicheres Tauchen zu unruhig, kann ein Ausflug verschoben werden. Ändern sich Ihre Pläne, können Sie bis 24 Stunden vor Beginn kostenlos stornieren oder sich wegen eines anderen Termins an den Maxtoria-Support wenden.

Ist die Hotelabholung inklusive?

Bei den meisten Touren ja, für Hotels innerhalb der Region der Tour. Sie werden vor der angegebenen Startzeit abgeholt; Ihre genaue Abholzeit wird nach der Buchung bestätigt und hängt von der Lage Ihres Hotels ab. Bei manchen Touren gehört eine Fahrt von rund einer Stunde dazu, zum Beispiel von Antalya nach Kemer.

Wann darf ich nach dem Tauchen wieder fliegen?

Das Divers Alert Network (DAN) empfiehlt, nach einem einzelnen Tauchgang mindestens 12 Stunden zu warten und nach mehreren Tauchgängen an einem Tag oder an aufeinanderfolgenden Tagen mindestens 18 Stunden. Ein Tag mit zwei Tauchgängen zählt als mehrere Tauchgänge – legen Sie Ihren Tauchtag also nicht direkt vor den Rückflug. Einige Tourseiten raten zu 24 Stunden; ist die Empfehlung einer Tour strenger, halten Sie sich daran.

Wo kann man in der Türkei am besten tauchen?

Das hängt davon ab, wo Sie wohnen. Die Tauchtouren von Maxtoria starten in Side, Antalya, Alanya, Kemer und Marmaris; bei den Touren ab Antalya wird in den Buchten rund um Kemer getaucht. Side ist für sein Unterwassermuseum bekannt, Kemer für geschützte Buchten, die oft für erste Tauchgänge genutzt werden. Mit einer Tour in der Nähe Ihres Hotels bleibt der Transfer kurz.

Welcher Monat ist am besten zum Tauchen in der Türkei?

Für einen ersten Tauchgang ist die Zeit von Juni bis Oktober an der Südküste am angenehmsten: Das Wasser ist dann meist wärmer als 23 °C und in der Regel ruhig. Am wärmsten ist es im August. Die meisten Tauchboote fahren etwa von April oder Mai bis Oktober oder November – für andere Termine prüfen Sie die Verfügbarkeit.

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